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Erfolg von FairWenden: Wenden ist 713. Fairtrade-Gemeinde

Wenden – Es ist vollbracht: Am Montag, dem 16. November 2020, wurde die Gemeinde Wenden vom Verein TransFair e.V. offiziell zur Fairtrade-Gemeinde ernannt.

„Wir sind stolz, dass wir uns ab heute offiziell „Fairtrade-Gemeinde“ nennen dürfen und wir damit die 713. Gemeinde in Deutschland sind, die in den Kreis der Fairtrade-Towns und -Gemeinden aufgenommen wurde“, freut sich Wendens Bürgermeister Bernd Clemens. Ursprünglich war ein kleiner Festakt mit den Mitgliedern des Arbeitskreises „FairWenden“, den teilnehmenden Geschäften, Restaurants und Institutionen sowie der Politik geplant, coronabedingt erfolgte die Auszeichnung dann aber „nur“ online. „Die Feier holen wir aber in jedem Fall nach, denn gerade den elf engagierten Menschen des Arbeitskreises ist es letztlich zu verdanken, dass in Wenden der Fairtrade-Gedanke in vielen Bereichen des gemeindlichen Lebens integriert werden konnte“, so Nicole Williams, Sprecherin des Arbeitskreises „FairWenden“.

Der Arbeitskreis wird unterstützt durch den Bürgermeister und die Politik. So hat der Gemeinderat im Jahre 2018 die Bewerbung als Fairtrade-Gemeinde beschlossen. Bei Besprechungen und Sitzungen werden ausschließlich fair gehandelter Kaffee und faire, regionale oder Bio-Kaltgetränke ausgeschenkt. Insgesamt acht Geschäfte, drei Gastronomien, drei Vereine, die evangelische und katholische Kirche sowie die Gesamtschule sind Unterstützer der Fairtrade-Gemeinde, indem sie fair gehandelte Produkte verkaufen bzw. anbieten oder den Fairtrade-Handel z.B. im Unterricht thematisieren. Sie alle tragen auf ihre Weise dazu bei, den fairen Handel in der Gemeinde zu stärken.

Dass die Idee funktioniert, zeigt das große bundesweite Interesse von Kommunen jeder Form und Größe: „Was 2009 mit Saarbrücken als erster Stadt begann, hat einen Domino-Effekt ausgelöst“, sagte Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender vom Verein TransFair, der die Kampagne trägt. „In der öffentlichen Beschaffung, im Stadtmarketing, in Gastronomie und Handel, in Schulen und Vereinen bringt die Kampagne neue Partner zusammen und entwickelt eine eigene Dynamik in der Kommune. Mit ihrem Engagement tragen die Fairtrade-Towns und –Gemeinden auch dazu bei, die Entwicklungsziele der UN in die Praxis umzusetzen“.

Die Kampagne Fairtrade-Towns fördert gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene und die 713 Auszeichnungen sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft. Städte und Gemeinden spielen eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung globaler Entwicklungsstrategien. Die Kampagne Fairtrade-Towns bietet Kommunen mit den fünf Kriterien, die es zu erfüllen gilt, konkrete Handlungsoptionen. So sind Fairtrade-Towns auch wichtige Akteure für die Implementierung der globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen.

Die Kriterien für die Auszeichnung sind: Die Gründung einer Steuerungsgruppe zur Koordinierung der Aktivitäten, ein offizieller Ratsbeschluss zur Beteiligung an der Kampagne, eine bestimmte Anzahl an Verkaufsstellen und Gastronomie, die faire Produkte anbieten, teilnehmende Vereine, Gemeinden und Schulen sowie mediale Berichterstattung über die Aktionen. Neben engagierten Kommunen gibt es in Deutschland bereits über 700 Fairtrade-Schools und 30 Fairtrade-Universities.

Im Wendener Rathaus steht als Ansprechpartnerin für die Fairtrade-Gemeinde Nicole Williams unter der Rufnummer 02762 – 40 65 13 zur Verfügung.

Quelle: Gemeinde Wenden

Veröffentlicht von:

Amei Schüttler
Amei Schüttler
Amei Schüttler ist Redakteurin bei den Südwestfalen-Nachrichten. Sie sitzt in unserer Zentralredaktion und ist unter Tel. 02351-9749710 bzw. Mail: [email protected] für unsere Leser erreichbar.

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