Durch die bodentiefen Fenster strömt Licht in die Galerie Camino und lässt die starken Farben der ausgestellten Bilder förmlich leuchten. Was einst ein Kamingeschäft war, dient seit 2016 dem Wilnsdorfer Maler Wilhelm Berner als Galerie für seine eigenen Kunstwerke und für die Bilder anderer Künstlerinnen und Künstler.

Als sein Nachbar Oskar Brenndörfer vor drei Jahren sein Geschäft für Kamine aufgab, bot er Berner an, die Räumlichkeiten als Galerie zu nutzen. „Die hellen Räume eignen sich ganz hervorragend und es ist klasse, dass ich hier die Möglichkeit habe meine Werke dauerhaft zu präsentieren“, freut sich der leidenschaftliche Maler. Bereits vier Ausstellungen konnte Berner seitdem präsentieren. Besucher der Galerie Camino erwarten viele verschiedene Aquarell- und Acrylmalereien, die durch die Wahl der Farben Stimmungen erzeugen, aber nicht immer auf den ersten Blick eindeutig eine Geschichte verraten. „Es ist toll, dass wir als Betrachter den Inhalt interpretieren dürfen“, sagt Wilnsdorfs Bürgermeisterin Christa Schuppler bei ihrem jüngsten Besuch in der Galerie. Schuppler ist regelmäßig und gern zu Gast, etwa wenn zu Vernissagen geladen ist. Und Berner pflichtet ihr bei: „So ist es. Es geht um das ‚dürfen‘! Es gibt in der Kunst kein ‚müssen‘“.

 

Der Wilnsdorfer Maler Wilhelm Berner freute sich kürzlich über Besuch von Bürgermeisterin Christa Schuppler (m.). Gegenwärtig zeigt er in der Galerie Camino neben eigenen Werke auch Bilder der Wilnsdorfer Künstlerin Regina Hruby (r.). Foto: Gemeinde Wilnsdorf

Regelmäßig lädt Berner weitere Künstler ein, ihre Bilder gemeinsam mit seinen in der Galerie zu zeigen. Aktuell sind es Werke der Wilnsdorferin Regina Hruby. Beide Künstler ergänzen sich farblich wie auch thematisch. Wer glaubt, dass es nur bunte Aquarellblumen zu entdecken gibt, irrt. Neben fröhlichen Farben und Motiven sind es auch ernste Themen wie das Waldsterben und der Klimawandel, die die Künstler in ihren Bildern aufgreifen. „Diese Themen gehen nicht an mir vorbei, die Bilder sollen das visualisieren“, erklärt Berner. Neben Pinselstrichen auf den Leinwänden werden weitere Materialien aus der Natur, Sand oder Spiegelscherben genutzt, was die Vielfalt der Werke ganz besonders macht. „Strukturarbeit, hier ergänzen wir uns“, sagt Regina Hruby.

Flammersbach ist bunt

Beide Künstler malen nicht nur für sich, sondern nehmen auch Auftragsarbeiten an und geben ihr Wissen in Malkursen. weiter. Demnächst wird Wilhelm Berner neue Workshops direkt in der Galerie Camino anbieten: „In den Kursen möchte ich die Teilnehmer anregen viel auszuprobieren.“ „Nicht nur wir, sondern auch die Schüler sind jedes Mal erstaunt, wie vielfältig Kunst ist und wie unterschiedlich ein Thema interpretiert werden kann“, ergänzt Hruby, die neben Malkursen in Wilnsdorf und umliegenden Gemeinden auch Malurlaube in der Toskana und an der Nordsee anbietet.

Während des Kunstsommers 2019 ist die Galerie Camino bis Ende September jeden Freitag von 18.00 bis 20.00 Uhr für alle Interessierten geöffnet. Darüber hinaus können individuelle Besuchszeiten gerne mit Wilhelm Berner telefonisch abgesprochen werden.

Weitere Informationen zu den Wilnsdorfer Malern und ihren Kursen:

• Wilhelm Berner: Tel. 02737 5126, E-Mail wilh.berner@web.de, Website www.wil-berner.de

• Regina Hruby: Tel. 02739 403795, E-Mail info@hruby-aquarelle.de Website www.aquarelle-hruby.de

 

Quelle: Gemeinde Wilnsdorf

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Amei Schüttler
Amei Schüttler
Amei Schüttler ist Redakteurin bei den Südwestfalen-Nachrichten. Sie sitzt in unserer Zentralredaktion und ist unter Tel. 02351-9749710 bzw. Mail: redaktion@suedwestfalen-nachrichten.de für unsere Leser erreichbar.

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